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		<title>Ausgelesen: Roth &#8211; Querschläger</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 14:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Silvia Roth &#8211; Querschläger Dieses Buch habe ich gelesen, weil es praktischerweise auf dem eBook-Reader war, den ich vor kurzem geschenkt bekam. Ich hatte weder einen Klappentext noch irgendwelche anderen Informationen darüber und wollte vorher auch gar nichts weiter lesen. Der &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=1063">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3455401287/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3455401287">Silvia Roth &#8211; Querschläger</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3455401287" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Buch habe ich gelesen, weil es praktischerweise auf dem eBook-Reader war, den ich vor kurzem geschenkt bekam. Ich hatte weder einen Klappentext noch irgendwelche anderen Informationen darüber und wollte vorher auch gar nichts weiter lesen.<br />
Der Einstieg in einem sehr kurzen Kapitel 1 ist ziemlich eindeutig und gibt gleich vor, worum es auf den nächsten 320 Seiten gehen soll: Amoklauf an einem Gymnasium.  Kapitel 2 verbringt dann aber viel Zeit und Platz damit, die Protagonistin des Buchs vorzustellen, eine Polizistin, die undercover knapp einer Vergewaltigung entgeht, deren Schilderung erst einmal überhaupt nicht mit dem kurzen Abriss vorher in Verbindung gesetzt werden kann. Fand ich komisch und irreführend &#8211; und leider auch langweilig, so dass ich das Buch schon wieder weglegen wollte. Zwei eigentlich vielversprechende Handlungsstränge so dicht gedrängt aufzubauen, sprach mich nicht wirklich an und ich konnte nicht absehen, wohin sich das Buch entwickelt.<img class="alignright" style="border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; border-width: 0px; margin: 10px;" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=3455401287&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=n0cf-21&amp;ServiceVersion=20070822" alt="" width="98" height="160" border="0" /><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3455401287" alt="" width="1" height="1" border="0" /><br />
Aus irgendeinem Grund habe ich aber doch weitergelesen und zum Glück festgestellt, dass es im Folgenden nur noch um das zuerst eingeführte Thema ging. Und das wurde dann auch ziemlich spannend, weil sich bald herausstellte, dass komischerweise nicht nur ein Amokläufer für den Tod vieler Menschen verantwortlich gemacht wurde, sondern es da wohl noch jemanden geben musste. Die Suche nach diesem Unbekannten und seinen Motiven wird im Buch wirklich gut dargestellt, wenn auch der häufig wechselnde Erzählstil der Autorin mich ein bisschen gestört hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Ein typischer Krimi, bei dem man am Ende immer weiterliest, weil man endlich wissen will, wie die Geschichte sich auflöst.  Dummerweise muss die Autorin aber zurück zu dem zweiten Handlungsstrang, der dann etwas abstrus und nicht wirklich detailreich mit dem ersten verbunden wird. Das macht das Buch etwas weniger überzeugend, wenn auch die Spannung bis zum Schluss bleibt. Aber diesen Ausreißer hätte man sich eben auch sparen können. Vielleicht gehört das in die Reihe dieser Krimis um die Polizistin Winni Heller (deren Namen ich gar nicht mochte), von denen es wohl <a href="http://www.hoffmann-und-campe.de/go/silvia-roth">noch mehrere</a> gibt?</p>
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		<title>Film, Text, Kultur: Beiträge zur Textualität des Films. Schüren 2012.</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 11:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Korrekturen sind (fast?) alle durch. Das Cover ist online. Einen Erscheinungstermin gibt es wohl auch. Das ist fast unglaublich, wenn man bedenkt, dass meine Deadline zur Abgabe meines Artikels für diesen Sammelband der 01.04.2009 war. Aber jetzt ist es dann &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=1054">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Korrekturen sind (fast?) alle durch. Das Cover ist online. Einen Erscheinungstermin gibt es wohl auch.<br />
Das ist fast unglaublich, wenn man bedenkt, dass meine Deadline zur Abgabe meines Artikels für diesen Sammelband der 01.04.2009 war. Aber jetzt ist es dann wohl tatsächlich <del>bald</del> demnächst soweit:</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3894727748/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3894727748"><img class="aligncenter" title="Film, Text, Kultur: Beiträge zur Textualität des Films." src="https://www.morebooks.de/assets/product_images/9783894727/big/7450080/film,-text,-kultur.jpg?locale=de" alt="" width="295" height="420" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Darin enthalten sein werden vor allem Beiträge der an unserem <a href="http://www.fb10.uni-bremen.de/film">Doktorandenkolleg </a>beteiligten Professoren und Betreuer. Und: mein erster Aufsatz, der im Moment im Rennen steht mit ein paar anderen, die eventuell sogar früher veröffentlicht werden:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Der Film als Text? Ein Definitionsversuch aus linguistischer Sicht&#8221;<br />
</em>Laut Herausgeber skizziere ich darin, &#8220;auf welche Weise man von einem sprachzentrierten Textbegriff der klassischen Textlinguistik über die multimodale Linguistik zu einem ausdifferenzierten linguistischen Textbegriff kommt, der den Film als Text mit definitorischer und theoretischer Präzision erfasst.&#8221; (aus der Einleitung &#8211; ich finde, das klingt gut..)</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist schade, dass tatsächlich soviel Zeit vergehen musste und es wirklich drei Jahre brauchte, um diesen Sammelband zu veröffentlichen. Aber da kamen wohl verschiedenste Faktoren zusammen, die jetzt hoffentlich alle überwunden sind. [im Druck] ist jetzt also keine Notlüge mehr, die ich setzte, um dem [in Vorbereitung] zumindest überhaupt eine Entwicklung zu geben.<br />
Und wie es aussieht, wird 2012 dann vielleicht das Jahr der bisher aufgelaufenen Veröffentlichungen. Finally!</p>
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		<title>Ausgelesen: Herrndorf &#8211; Tschick</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 11:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Herrndorf &#8211; Tschick &#8216;Tschick&#8217; war nach den letzten Büchern wie ein Wiederfinden in einer Mischung aus Hornbys &#8220;Slam&#8221; und Jonassons &#8220;Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand&#8221;. Nur besser. Herrndorf schafft es, den jugendlichen Slang des Protagonisten &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=1043">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wolfgang Herrndorf &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499256355/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499256355">Tschick</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3499256355" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">&#8216;Tschick&#8217; war nach <a href="http://extra.neous.de/?p=860">den letzten Büchern</a> wie ein Wiederfinden in einer Mischung aus Hornbys &#8220;Slam&#8221; und Jonassons &#8220;Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand&#8221;. Nur besser. Herrndorf schafft es, den jugendlichen Slang des Protagonisten Maik viel ehrlicher und überzeugender zu gestalten (als Hornby) und die Abenteuer der beiden Schüler als irgendwie doch noch glaubhaft zu erzählen (wobei Jonasson das ja nie will). Und trotzdem oder gerade deswegen habe ich beim Lesen viel gelacht. Über die Naivität des Teenagers und die dahinter verborgenen Werte. Über die tief verwurzelte Ehrlichkeit, weil in diesem Alter vieles noch so logisch erscheint.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499256355/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499256355"><img class="alignright" style="border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; border-width: 0px; margin: 15px;" title="Wolfgang Herrndorf - Tschick" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=3499256355&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=n0cf-21&amp;ServiceVersion=20070822" alt="Buchcover Wolfgang Herrndorf - Tschick" width="97" height="160" border="0" /></a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3499256355" alt="" width="1" height="1" border="0" /><br />
Und ich war auch beeindruckt. Zum Beispiel davon, wie Maik den Glauben an Gott erklärt, so ganz nebenbei:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">&#8220;Bei uns gab es nur Ethik, und in der Klasse waren sechzehn Atheisten inklusive mir, und auch die, die Protestanten waren, die haben nicht <em>wirklich</em> an Gott geglaubt. Glaube ich. Jedenfalls nicht so, wie Leute daran glauben, die wirklich an Gott glauben, die keiner Ameise was zuleide tun können oder sich riesig freuen, wenn einer stirbt, weil er dann in den Himmel kommt. Oder die mit einem Flugzeug ins World Trade Center krachen. <em>Die</em> glauben wirklich an Gott.&#8221; (22f. in der digitalen Version)</p>
<p style="text-align: justify;">Oder wie in einem kleinen Satz so viel reale Tatsachen geäußert werden:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">&#8220;Am Ende riss er alles wieder runter und pappte sich einen kleinen, quadratischen Klebestreifen unter die Nase. Damit sah er aus wie Hitler, aber das wirkte aus einiger Entfernung tatsächlich am besten. Und weil wir eh in Brandenburg waren, konnte das auch keine politischen Konflikte geben.&#8221; (89f. in der digitalen Version)</p>
<p style="text-align: justify;">Ein gutes Buch.<br />
Ich glaube allerdings nicht, dass es ein Buch über das Erwachsenwerden oder -sein ist, wie es an <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/wolfgang-herrndorf-tschick-wenn-man-all-die-muehe-sieht-kann-man-sich-die-liebe-denken-1613025.html">vielen</a> <a href="http://www.amazon.de/Tschick-Wolfgang-Herrndorf/dp/3499256355/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1334489783&amp;sr=1-1">Stellen</a> heißt. Es ist ein Buch eines Erwachsenen, der vielleicht für einen Moment bzw. für zwei Wochen Abenteuerreise zweier Jugendlicher deren Sinn fürs und am Leben entdeckt und überzeugend verständlich macht.</p>
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		<item>
		<title>Ausgelesen: Geiger &#8211; Der alte König in seinem Exil</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 11:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Vorsatz vom Februar, jeden Monat eine Liste von Büchern vorzulegen, konnte ich im März galant übergehen und niemand hat&#8217;s gemerkt. Und weil es bis Ende April noch ein bisschen hin ist, halte ich es lieber mit kleinen Einzelhinweisen. Was ich &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=1028">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Den Vorsatz vom Februar, jeden Monat eine Liste von Büchern vorzulegen, konnte ich im März galant übergehen und niemand hat&#8217;s gemerkt. Und weil es bis Ende April noch ein bisschen hin ist, halte ich es lieber mit kleinen Einzelhinweisen. Was ich nämlich so mag an diesen Blogbücherlisten sind die vielen Hinweise auf gute Bücher mit kurzen Meinungsäußerungen, deren Überzeugungsarbeit wirklich erfolgreich sein oder aber total schief gehen kann.  Bei diesem Buch bin ich mir zwar nicht mehr sicher, wo ich den Hinweis darauf zuerst las (vielleicht bei <a href="http://www.isabelbogdan.de/2012/02/12/arno-geiger-der-alte-konig-in-seinem-exil/">Isabel Bogdan</a>?), aber ziemlich dankbar dafür.</p>
<p><img class=" alignright" style="border-style: initial; border-color: initial; border-image: initial; border-width: 0px; margin: 15px;" title="Arno Geiger - Der alte König in seinem Exil" src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL160_&amp;ASIN=3446236341&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=n0cf-21&amp;ServiceVersion=20070822" alt="Buchcover Arno Geiger - Der alte König in seinem Exil" width="96" height="160" border="0" /></p>
<div>
<p style="text-align: justify;">Arno Geiger &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446236341/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446236341">Der alte König in seinem Exil</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3446236341" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<div>
<p style="text-align: justify;">Denn es ist auf eine ganz besondere Weise bezaubernd, wie ein Sohn über seinen demenzkranken Vater schreiben kann, ohne je auch nur ein gereiztes Wort oder einen wirklich sorgenvollen Ausdruck benutzen zu müssen. Es stimmt also wirklich: <a href="http://www.isabelbogdan.de/2012/02/12/arno-geiger-der-alte-konig-in-seinem-exil/">&#8220;es spricht eine unglaubliche Liebe aus jeder Zeile&#8221;.</a> Zwar dachte ich zuerst (ausgelesen habe ich es schon vor zwei Wochen), dass ich diese eine wichtige Aussage, die ein solches Buch sicher haben sollte, einfach nicht finden kann, dass sie fehlt und dem Buch deswegen auch etwas. Aber inzwischen ist mir klar geworden: es braucht diese Aussage, diese Bedeutung gar nicht. Es ist gut so wie es ist, weil diese Sohn-Vater-Beziehung auch genau so gut ist und nicht besser hätte sein können. Was sollte ein Buch über den Vater noch mehr haben als pures Verständnis und Vertrauen und einen stolzen Rückblick auf das Leben? Nichts mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3446236341" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
</div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Filme März 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 08:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Intouchables / Ziemlich beste Freunde (Nakache, Toledano 2011) Ein Film, den ich schlicht und einfach als &#8220;schön&#8221; bezeichnen würde &#8211; und zwar genau so, wie ihn auch meine Eltern und ein ziemlich großer Rest meiner Familie als &#8220;schön&#8221; bezeichnet hat, &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=883">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt1675434/">Intouchables / Ziemlich beste Freunde</a> (Nakache, Toledano 2011)</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Film, den ich schlicht und einfach als &#8220;schön&#8221; bezeichnen würde &#8211; und zwar genau so, wie ihn auch meine Eltern und ein ziemlich großer Rest meiner Familie als &#8220;schön&#8221; bezeichnet hat, weil sie nicht über die Ästhetik des Films oder seine Erzählweise nachdenken, sondern einfach gut unterhalten wurden und die Geschichte, die ja auch noch auf einer wahren Begebenheit beruht, als &#8220;herzergreifend&#8221; empfanden. Mit dem analytischen Blick habe ich nicht einmal große Besonderheiten in der filmischen Gestaltung entdeckt. Der Einsatz von Musik sowohl intra- als auch extradiegetisch passt, macht gute Laune und rundet die Geschichte ab. Das ist alles. Schön eben.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=onnU_3w9i80"><img src="http://img.youtube.com/vi/onnU_3w9i80/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=onnU_3w9i80">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>

<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt1723811/">Shame</a> (McQueen, 2011)</p>
<p style="text-align: justify;">Beeindruckend langsamer, aber dafür umso intensiverer Film mit sehr langen Einstellungen, wenig bis gar keiner Kamerabewegung und großartigen Leistungen der Schauspieler Michael Fassbender und Carey Mulligan. Als Porno verschrien und mit durchaus eindrucksvollen Langszenen in Nah- und Detailfaufnahmen, fällt diese Fassade aber ziemlich schnell, um völlig in die Persönlichkeit des Protagonisten einzutauchen. Einige Szenen waren mir einfach zu lang und hätten durch ein bisschen Kameraarbeit vielleicht mehr Leben gewonnen, aber dem Film sicherlich auch viel genommen. Die Musik hat mich oft an die von Inception erinnert und obwohl sie diese üblichen langgezogenen und immer lauter werdenden Geigenstriche einsetzt, die man aus so vielen Landschaftsaufnahmen  und ruhigen Kamerafahrten kennt, passt sie hier besonders gut auf die Szenen, in denen die Kamera endlich mal in Aktion ist. Das Ende kommt unerwartet, aber nicht unerklärt und wieder einmal mit der offenen Frage &#8220;Aber warum denn so?!&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=24cjqfVv1fs"><img src="http://img.youtube.com/vi/24cjqfVv1fs/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=24cjqfVv1fs">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>

<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0369672/">Love Song for Bobby Long</a> (Gabel, 2004)</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Ich weiß gar nicht, was passiert ist. Wir haben einfach zu viele Bücher gelesen.&#8221; &#8211; Einer der Sätze in diesem Film, die ich fürchterlich mag. Die Geschichte darum herum ist einfach und doch herzergreifend: Zwei Alkoholiker sorgen dafür, dass eine verkappte Teenagerin, die nach dem Tod ihrer Mutter in deren Haus ein- und mit diesen Männern zusammenzieht, zurück zur Schule geht und Literaturwissenschaft ihr liebstes Fach wird. Das Ganze ist geschmückt mit vielen Klischees: ein vor Hitze schwitzendes New Orleans, die dort beheimatete Musik, der Alkohol und Literaturwissenschaftler, die nichts anderes machen als aus Büchern zu zitieren. John Travolta spielt den ständig betrunkenen, aber fürsorglich mit Büchern umgehenden Vater ziemlich überzeugend, Scarlett Johansson ist vielleicht ein kleines bisschen zu alt, aber niemals zu hübsch für ihre Rolle. Beide Figuren verbindet der naive Gedanke daran, dass Bücher ein Leben ausmachen können &#8211; und der Film schenkt diesem Gedanken überzeugende Bilder und einen Schluss, der traurig und ermutigend zugleich ist: &#8221;And were an epitaph to be my story, I&#8217;d have a short one ready for my own. I would have written of me on my stone: I had a lover&#8217;s quarrel with the world.&#8221; (Robert Frost). Einer der wenigen Filme, die mich irgendwie festhalten. Ohne viel mehr darüber sagen zu können, warum.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=4ve-nxuX_sg"><img src="http://img.youtube.com/vi/4ve-nxuX_sg/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=4ve-nxuX_sg">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>

<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0054698/">Breakfast at Tiffany&#8217;s</a> (Edwards, 1961)</p>
<p style="text-align: justify;">Zum soundsovielten Mal, diesmal nach Ewigkeiten wieder.<br />
Eigentlich besteht dieser Film ja nur aus diesem einen Lied:</p>
<p style="text-align: justify;"><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BOByH_iOn88"><img src="http://img.youtube.com/vi/BOByH_iOn88/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BOByH_iOn88">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>
</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht könnte mal jemand etwas über die vielen Variationen im Film schreiben?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt1399683/">Winter&#8217;s Bone</a> (Granik, 2010)</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte die DVD schon vor einiger Zeit gekauft und wusste nicht, was mich erwartet. Eher aus Zufall wählte ich den Film für den Abend, war dann aber schnell überzeugt und eingenommen. Ein Mädchen ist auf der Suche nach ihrem Vater, der sich und seiner Familie das Leben mit dem Handel von Drogen schwer macht. Die Tochter, erst 17 und doch verantwortlich für eine ganze Familie, klappert die Verwandten ab, trifft dort immer erst auf die unfreundliche Ehefrau der noch viel unfreundlicheren Männer. Es geht um seltsame Verwandtschaftsverhältnisse, die mehr mit Gewalt zu tun haben als mit Familienliebe. Es sind heruntergekommene Menschen, die ärmer und verzweifelter nicht sein könnten und doch so tun als wären sie glücklich. Ihre Häuse sind eher Hütten, ihr Hab und Gut besteht größtenteils aus Müll. Es geht einzig ums Überleben. Und um Konkurrenz im Drogenmilieu, das nur durch die starken Frauen aufrecht erhalten wird, deren Männer eigentlich alle miteinander große Weicheier sind.<br />
Etwas Besonderes zwischen all dem Unbesonderen, Schäbigen hatte eine Traumszene (?) in schwarz-weiß, die ganz ungewöhnlich montiert war, ein anderes Format hatte und mit mir eher unbekannten Effekten wirkte. Die schlimmste Szene des Films dann ist zugleich die, in der man endlich und großzügig Mitgefühl mit der Hauptfigur entwickelt. Und zum Ende hin wird der Film plötzlich hell und freundlich, verliert das Grau und den Hass und schenkt den Figuren sogar ein Lächeln. Als wäre Leben so einfach.<br />
Meiner Meinung nach viel zu wenig hochgelobt.</p>
<p style="text-align: justify;"><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bE_X2pDRXyY"><img src="http://img.youtube.com/vi/bE_X2pDRXyY/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bE_X2pDRXyY">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>
</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0319061/">Big Fish</a> (Burton, 2003)</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin zwiegespalten. Filmen, die so viel Fantasiezeug mit sich bringen, dass sie nicht mehr realistisch sind, aber auch noch keine Fantasy-Filme sind, stehe ich immer skeptisch gegenüber. Aber weil es ein Tim-Burton-Film ist und die mir dann noch am liebsten sind und der DVD-Text von unglaublichen Wunderdingen, aber auch von Spuren von Realität spricht, wollte ich ihn dann wohl doch sehen.<br />
Besonders gefallen haben mir die Sätze &#8220;I&#8217;m a footnote in that story!&#8221; und &#8220;We were like strangers who knew each other very well.&#8221; Außerdem viele Kleinigkeiten, &#8220;entzückende Details&#8221; wie das eine Paar Schuhe an der Leine, das nicht in die Reihe passte. Oder die Jacke von Edwards Frau bei der Beerdigung. Bloß die gesamte Story hatte dann doch eigentlich gar nicht viel. Oder? Natürlich sind die Flashbacks sehr liebevoll gemacht, mit so viel blühender Fantasie, dass sie wohl kaum in Worte gefasst werden können. Aber das Ende kommt dann eben doch wenig überraschend, wie es wohl kommen muss. Ohne dass besonders viel von den Geschichten übrig bleibt als ein neverending &#8220;We&#8217;re storytellers, both of us.&#8221; Schade.</p>
<p style="text-align: justify;"><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=-d-kjzBmz6I"><img src="http://img.youtube.com/vi/-d-kjzBmz6I/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=-d-kjzBmz6I">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>
</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.imdb.de/title/tt1392170/">Die Tribute von Panem &#8211; The Hunger Games</a></p>
<p style="text-align: justify;">Den Trailer hatte ich schon vor Ewigkeiten im Kino gesehen, wollte jetzt aber den Film gar nicht unbedingt anschauen. Von der Mehrheit überstimmt und schließlich doch überzeugt &#8211; von der hübschen Jennifer Lawrence, der Kameratechnik und der Farbgebung, nur nicht vom Ende, das ganz klar auf Teil II und III hin angelegt ist. Ich kenne leider, leider die Bücher gar nicht, was mich allerdings vor diesen üblichen Gedanken, dass sie sicher besser sind als der Film, bewahrte. So war es eine kurzweilige, aber spannende Geschichte über ein jagderfahrenes Mädchen in den Tiefen des Waldes mit viel Anreiz zum Nachdenken über dieses und jenes Gesellschaftsproblem und die Macht des &#8220;Fernsehens&#8221;. Lenny Kravitz als kreativer Designer hatte was, Woody Harrelson als versoffener Mentor war auch nicht schlecht. Diskussionsfaktor nach dem Film war vor allem das Verhalten der Protagonistin nach Abschluss der Spiele. Aber auch das sicherlich nur ein Motiv für die Fortsetzung, oder?</p>
<p style="text-align: justify;"><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=GxOJVHI7gto"><img src="http://img.youtube.com/vi/GxOJVHI7gto/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=GxOJVHI7gto">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>
</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Außerdem gesehen:</strong> Den letzten Münster-Tatort (Thiel und Boerne sind umgezogen und keiner hat&#8217;s gemerkt?), die erste Staffel von &#8216;<a href="http://www.imdb.de/title/tt1830617/">Grimm</a>&#8216; (besonders gelacht über die &#8220;Folter Clinic&#8221; und die amerikanische Aussprache von &#8216;Bauerschwein&#8217;), die ersten Episoden von &#8216;<a href="http://www.imdb.de/title/tt1843230/">Once upon a time</a>&#8216; (muss auch ganz dringend mal jemand narratologisch untersuchen, spannend!) und noch einmal Jason Statham im Krankenhaushemd in &#8216;<a href="http://www.imdb.de/title/tt0479884/">Crank</a>&#8216;.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hybrides Fernsehen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 08:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Twitter kursierte heute Morgen ein Link zu YouTube und einer neuen interaktiven Spielerei zur Mad Men-Serie, deren fünfte Staffel am Sonntag in den USA startet: Mad Men &#8211; The Game Grundsätzlich sind diese Spielereien ja nichts Neues; es gibt &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=1001">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Über Twitter kursierte heute Morgen ein Link zu YouTube und einer neuen interaktiven Spielerei zur Mad Men-Serie, deren fünfte Staffel am Sonntag in den USA startet: <strong>Mad Men &#8211; The Game</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<!-- YouTube Embed v2.4.1 | http://www.artiss.co.uk/artiss-youtube-embed -->
<!-- The YouTube ID of nW5mZey1iXw is invalid. -->
<p>The video cannot be shown at the moment. Please try again later.</p>
<!-- End of YouTube Embed code -->
</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich sind diese Spielereien ja nichts Neues; es gibt <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tbEei0I3kMQ">jede</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NxD-hzuT4tY">Menge</a> <a href="http://www.thewildernessdowntown.com">unterschiedlicher</a> interaktiver Sachen auf dieser und anderen Plattformen. Diese Videos enthalten meistens &#8211; wie im Mad Men-Beispiel auch &#8211; Flash-Buttons, die wiederum auf andere, nicht unbedingt gelistete Videos verweisen. Der User kann sich so durch Alternativen klicken, der im Video erzählten Geschichte ein anderes Ende geben oder den Verlauf der Story beeinflussen. Berühmtestes Beispiel ist vermutlich die Tipp-Ex-Kampagne &#8220;A hunter shoots a bear&#8221;, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4ba1BqJ4S2M">hier</a> zu finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe über diese und ähnliche Phänomene im Internet einen Artikel geschrieben, der leider schon seit über einem Jahr sein Dasein in den Postfächern der Herausgeber fristet. Angeblich soll der Sammelband noch dieses Jahr erscheinen, aber im Moment glaube ich nicht daran (und habe schon zuviel Pech damit gehabt). Jedenfalls: In diesem Artikel gehe ich von den Überlegungen Francesco Casettis aus, der Folgendes über neue Kinoformen und die Erweiterung der eigentlich klassischen Medien durch solche Spiele und Internetseiten sagt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Wenn der Zuschauer sieht, macht er auch etwas, sein Sehen ist zu einem Machen geworden.&#8221; (Casetti 2010: 25)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Casetti spricht von der &#8220;Explosion des Kinos&#8221;, das sich seiner Meinung nach heute viel mehr auf die Computerbildschirme des Zuschauers projeziert als ein Dispositiv im und um den Kinosaal herum zu bleiben. Ich stimme ihm zu und verweise auf einige Beispiele, in denen online kreativ mit dem (Kino-)Film umgegangen wird. Beispielsweise erschien Joss Whedons Musical &#8220;<a href="http://drhorrible.com/">Dr. Horrible&#8217;s Sing Along Blog&#8221;</a>, <a href="http://www.tor.com/blogs/2012/03/dr-horrible-2-may-be-closer-than-we-think?utm_source=Feedburner:+Frontpage+Partial+RSS+Feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+Torcom/Frontpage_Partial+(Tor.com+Frontpage+Partial+-+Blog+and+Stories)">von dem es möglicherweise bald ein Sequel gibt,</a> ausschließlich im Internet und war als Film auch genau dafür angelegt, bevor es irgendwann dann doch mit viel zusätzlichem Material auf DVD zu kaufen gab.<br />
Für diese Beispiele und ähnliche neue Filmformen im Internet schlage ich in meinem Artikel vor, einen bisher für Computerspiele genutzten Genrebegriff zu verwenden: den des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Interaktiver_Film">&#8220;interaktiven Films&#8221;</a>. Ich berufe mich dabei auf die Form der Filme, ihre textuellen Qualitäten. Diese unterscheiden sich stark von der eigentlichen Film- bzw. Textform eines klassischen Kinofilms &#8211; vor allem im Grad ihrer Interaktivität. Da besonders die Grenzen zwischen Film und Computerspiel bzw. Film und Hypertext und somit einer programmierten Umgebung langsam zu verschwinden scheinen, füge ich diesem Begriff noch das Adjektiv &#8220;neu&#8221; hinzu. Es handelt sich bei diesen Textformen um etwas Neues (das hat Casetti ja auch schon so formuliert), das wir noch nicht mit den uns bekannten Textdefinitionen beschreiben können.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://extra.neous.de/wp-content/uploads/2012/03/madmenYT.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1002" title="Mad Men - A You Tube Game" src="http://extra.neous.de/wp-content/uploads/2012/03/madmenYT-300x166.jpg" alt="" width="300" height="166" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Und das gilt genauso für diese Mad Men-Spielerei, auch wenn es sich hierbei nicht um einen Kinofilm handelt, der für die Online-Gesellschaft verarbeitet wird. Stattdessen ist es eben eine Fernsehserie, die im Internet allerdings eine große Fangemeinschaft hat und die wie viele Serien auch online verfügbar ist. Ähnlich wie in den Spielereien mit Kinofilmen oder Webfilmen ermöglicht dieses Mad Men-Spiel ein von Casetti so bezeichnetes</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;textuelles Tun, das aus der Möglichkeit erwächst, den Film [oder die Serie], den [die] man sich ansieht, zu bearbeiten, bis hin zu expliziten Nachbearbeitungen und Weiterverarbeitungen.&#8221; (Casetti 2010: 26)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Als Textrezipienten, die sonst eher nüchtern vor der Leinwand oder dem Fernseher sitzen, sind wir nun also in der Lage, aktive Textproduzenten zu werden, die mit dem Text umgehen, ihn verändern und neu gestalten dürfen. Das macht Spaß! Aus textlinguistischer Sicht &#8211; um es noch ein bisschen fachlich zu unterfüttern &#8211; ist dies ein  konkretes Eingreifen in die Textualität des Films aufgrund von aktiver Semiose. Das heißt: Wir setzen uns ganz engagiert mit den Zeichen des Films auseinander, lesen und verstehen sie und setzen sie dann beispielsweise in eine andere Reihenfolge, um daraus etwas Neues zu gestalten. Natürlich ist dieses &#8220;Neue&#8221; im Moment noch sehr vorgegeben, von den Machern dieses Spiels natürlich von vorneherein festgelegt. Aber wer weiß, wo das noch hingeht&#8230;?</p>
<p style="text-align: justify;">Theoretische Auseinandersetzungen mit solchen Sachen jedenfalls sprechen von einem so genannten &#8220;zeitgemäßen Fernsehen&#8221; (Longolius 2010), das sich neuen technischen Möglichkeiten stellen und &#8220;mit kreativen Lösungen das Fernsehen neu erfinden&#8221; (Pahrmann 2011) muss. Ich finde, dass das Spiel eine tolle kreative Lösung ist, die zudem ja noch sehr humorvoll mit der Serie und ihren Klischees umgeht und so eine lustige Ergänzung zu den üblichen Paratexten darstellt. Das ist hybrides Fernsehen, das meiner Meinung nach aber ebenso wenig wie das Kino in einer undifferenzierten Medienwelt untergeht (vgl. Casetti 2010), sondern vielmehr neue, spannende Dinge hervorbringt, die wir noch gar nicht alle begriffen haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Literatur:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Casetti, Francesco (2010): “Die Explosion des Kinos. Filmische Erfahrung in der post-kinematographischen Epoche.“ In: montage AV. Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation, 19/1/2010, S. 11-36.</p>
<p style="text-align: justify;">Longolius, Nikolai (2010): Web-TV – AV-Streaming im Internet. Köln: O’Reilly Verlag.</p>
<p style="text-align: justify;">Pahrmann, Cornelia (2011): <a href="http://community.oreilly.de/blog/2011/01/05/web-tv-herausforderungen-und-chancen-fuer-zeitgemaesses-fernsehen/">„Web-TV – Herausforderungen und Chancen für zeitgemäßes Fernsehen.“</a></p>
<p style="text-align: justify;">Und mein Artikel, der dann irgendwann mal erscheint:</p>
<p style="text-align: justify;">“Der neue interaktive Film. Zu hybriden Filmformen im Internet und der Adaption eines Genrebegriffs”, in: Henke, J./Krakowski, M./Moldenhauer, B./Schmidt, O. [Hrsg.]: <em>Hollywood reloaded? Das Spiel mit Genrekonventionen nach der Jahrtausendwende</em>, Marburg: Schüren [eingereicht].</p>
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		<title>Neuer Job!</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 19:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute ist es sozusagen schon fast offiziell, den Vertrag unterschreibe ich nächste Woche: Ab dem 01. April 2012 bin ich Universitätslektorin für Germanistische Sprachwissenschaft und interdisziplinäre Linguistik am Lehrstuhl von Prof. Warnke in der Germanistik der Universität Bremen. Seitdem &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=972">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit heute ist es sozusagen schon fast offiziell, den Vertrag unterschreibe ich nächste Woche:</p>
<p style="text-align: center;">Ab dem 01. April 2012 bin ich<br />
<strong>Universitätslektorin<br />
für Germanistische Sprachwissenschaft und interdisziplinäre Linguistik</strong><br />
am Lehrstuhl von <a href="http://www.ingowarnke.com/">Prof. Warnke</a> in der <a href="http://www.fb10.uni-bremen.de/germanistik/default.aspx">Germanistik der Universität Bremen</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Seitdem das Stipendium im November ausgelaufen war und ich die Dissertation im Januar an der Uni Bremen eingereicht habe, war ich auf der Suche nach einem neuen Job. (Und das freundliche Jobcenter half mir zumindest, irgendwie meine Miete zu bezahlen.)<br />
Vor einigen Wochen dann bekam ich einen Anruf von Herrn Prof. Warnke, der mir diesen Job anbot. Es ist eine halbe Stelle, befristet zunächst auf ein Jahr.</p>
<p style="text-align: justify;">Sollte also jemand mitlesen, der eine Bewerbung von mir auf dem Tisch liegen hat: <span style="color: #800000;">Da ist immer noch Potenzial!</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich freue mich darauf, meine Lehrerfahrungen weiter ausbauen zu können und auch mal wieder grundlegende Sprachwissenschaft betreiben und lehren zu dürfen. Nebenher werde ich aber auch meine eigenen Themen verfolgen, die angefangenen Artikel vollenden und die Publikation meiner Diss vorantreiben.  Und dann ist vielleicht auch Zeit, über weitere Projekte nachzudenken&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bücher Februar 2012</title>
		<link>http://extra.neous.de/?p=860</link>
		<comments>http://extra.neous.de/?p=860#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 18:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://extra.neous.de/?p=860</guid>
		<description><![CDATA[Ich lese sehr gerne die Buchrückblicke auf einigen Blogs, wie zum Beispiel bei Anke Gröner, die sie monatlich macht, oder von Serotonic vom letzten Jahr und noch bei ein paar anderen, und ich war eine Zeit lang sehr neidisch, dass andere Menschen &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=860">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich lese sehr gerne die Buchrückblicke auf einigen Blogs, wie zum Beispiel bei <a href="http://www.ankegroener.de/?p=15573">Anke Gröner</a>, die sie monatlich macht, oder von <a href="http://serotonic.de/Buecher-2011-UEbersicht,-chronologisch-153.html">Serotonic</a> vom letzten Jahr und noch bei ein paar anderen, und ich war eine Zeit lang sehr neidisch, dass andere Menschen so viele Bücher lesen und ich lediglich eine Fachbuchliste hätte beisteuern können. Ich glaube tatsächlich, dass ich fast zweieinhalb Jahre lang keinen Roman zuende gelesen habe. Seit ein paar Wochen nun bin ich endlich auch wieder dabei, arbeite mich durch die Reihen der ungelesenen Bücher im Regal und kaufe auch endlich wieder neue ein. Ich lese nicht unbedingt nur, was auf den Beststellerlisten steht, sondern oft auch Bücher, die mir so in die Hände fallen, die man mir empfohlen hat oder die ich bei anderen gefunden habe. Und weil ich so gern bei den anderen lese,  gibt es ab sofort auch hier einen solchen Rückblick. Weil ich selbst gerne festhalten möchte, was ich Gutes oder weniger Gutes gelesen habe, und um überhaupt mal wieder ein bisschen Inhalt zu haben. (Vielleicht fange ich auch an, die Filme aufzuschreiben, die ich gesehen habe&#8230;) Außerdem: Über Geschmack lässt sich so herrlich streiten, über Bücher so vieles schreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedenfalls: Im Februar habe ich diesen Stapel an Büchern gelesen. (Und ich halte es wie die anderen: Die Links sind Amazon-Affiliate-Links.)</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-871" title="Bücher Februar 2012" src="http://extra.neous.de/wp-content/uploads/2012/03/DSCF0523-300x238.jpg" alt="" width="300" height="238" /></p>
<p style="text-align: justify;">Es fehlt, weil schon verliehen: Jonas Jonasson - <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570585018/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3570585018">Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand.</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3570585018" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570585018/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3570585018"><img src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL110_&amp;ASIN=3570585018&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=n0cf-21&amp;ServiceVersion=20070822" alt="" border="0" /></a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3570585018" alt="" width="1" height="1" border="0" />Bekam mein Vater zu Weihnachten geschenkt und als er mir im Januar erzählte, dass er es schon durchgelesen hatte, war ich neugierig &#8211; und nach den ersten 10 Seiten Lektüre im Stehen zuhause schon überzeugt. Die Sprache ist einfach und doch großartig, weil sie erzählt, wie man Geschichten, die man besonders gut findet, eben erzählt: mit vielen kleinen, vielleicht unwichtigen Details, aber nie langweilig oder ermüdend. Während der eine Strang der Geschichte die aktuellen Ereignisse rund um das Abenteuer des Hundertjährigen wiedergibt, schildert der andere Strang die durchaus spannende, aber doch fürchterlich unrealistisch klingende Lebensgeschichte eben dieser Hauptperson von ihrem Beginn an an. Und weil alles so vollkommen unmöglich klingt, aber doch sehr ernst und selbstverständlich beschrieben wird, hat es einfach Spaß gemacht, das Buch in einem Rutsch durchzulesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Charles Scott Richardson - <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492254187/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3492254187">Das Ende des Alphabets.</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3492254187" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">Eines von vielen Büchern, die irgendwas mit Sprache, Wörtern, Buchstaben im Titel haben und ich deswegen sofort kaufen muss. Und dann war es auch noch ein Mängelexemplar &#8211; worüber man ja denken mag, was man will, ich gebe diesen Büchern gerne eine Chance, nicht nur weil sie günstiger sind. Richardsons kleines, 140 Seiten dünnes Buch habe ich an einem Morgen gelesen, auf die Schnelle und weil ich endlich wissen wollte, was es nun mit der Aufzählung des Alphabets auf sich hat. Und dabei heraus kam, dass sich ganz viel mehr hinter der letzten Reise des Ambrose Zephyr verbirgt. Dieser Mann mit dem hübschen Namen will mit seiner Frau Zappora Ashkenazi (solche Buchstabenspiele mag ich, auch wenn sie noch so einfach sind!) nämlich die Städte seiner Lebensreise besuchen und dabei nach dem Alphabet vorgehen. Sie kommen bis zum F &#8211; und jedes dieser Buchstabenkapitel hat nur ein paar wenige Seiten. Aber auch in der zweiten Hälfte des Alphabets schafft es Richardson, obwohl man denkt, er müsste nun schnell zum Ende kommen, sehr liebevoll mit den Worten und Buchstaben umzugehen. Einfach ein schönes Stündchen Pause vom Alltag und mit immerhin soviel Nachwirkung mal darüber nachzudenken, was denn passiert, wenn man plötzlich nur noch ein paar Tage und viele Pläne vor sich haben sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Nick Hornby - <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3426504049/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3426504049">Slam.</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3426504049" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ganz anders als die beiden Bücher vorher und mit viel weniger Schärfe als von der <a href="http://www.fr-online.de/literatur/bloed-kommt-weiter,1472266,3102512.html">Frankfurter Rundschau</a> so hoch angepriesen. Klar, Teenagerschwangerschaften sind ein schwieriges Thema, aber so typisch wie Hornby mir in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3426616904/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3426616904">About a Boy</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3426616904" alt="" width="1" height="1" border="0" /> und <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3426615363/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3426615363">A Long Way Down</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3426615363" alt="" width="1" height="1" border="0" /> vorkam, so untypisch finde ich seinen Stil hier. Wobei ich ihm allerdings zuspreche, dass er die Denke des 15-Jährigen ganz gut wiedergibt. Hat mich jedenfalls nur so überzeugt &#8211; auf der Unterhaltungsebene, als kurzweilige Erzählung für zwischendurch ohne weitere Nachwirkung.</p>
<p style="text-align: justify;">David Gilmour &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596182247/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3596182247">Unser allerbestes Jahr.</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3596182247" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">Liegt schon seit zwei  Jahren im Regal, weil es um Filme geht und es mir irgendjemand mal irgendwo empfohlen hat. Für mich viel spannender als die Beziehung zwischen Vater und Sohn war das &#8220;über die Filme reden&#8221;, weil wir das an der Uni ja die letzten drei Jahre mehr als genug getan haben &#8211; nur aus einer ganz anderen Perspektive.  Eigentlich geht es aber in dem Buch tatsächlich eher um alles andere als die Filme. Die Idee, dass man über eine solche Film&#8221;ausbildung&#8221;, wie sie der Sohn vom Vater bekommt, aber zu tiefgründigen Lebensproblemen kommt und sogar noch eine Lösung für so manches Dilemma findet, ist ja doch ganz nett.<br />
Ich hätte das Buch lieber im Original gelesen und stolperte vor kurzem über eine englische Ausgabe, die ich vielleicht irgendwann hinterherschiebe.</p>
<p style="text-align: justify;">Burkhard Ziebolz &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3934638538/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3934638538">Das geheime Leben des Ettore Majorana.</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3934638538" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Klappentext erzählte mir, dass es einen Wissenschaftler namens Ettore Majorana gegeben hat, der auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Ich hatte noch nie davon gehört und versprach mir, von dieser Tatsache mehr zu erfahren, wenn auch in eine fiktive Erzählung verpackt. Das erfüllte das Buch nur teilweise. Ich erfuhr zwar viel über die Person Majorana und viele kleine Details, die um ihn herum möglicherweise spannend sein können, aber ich wurde während der Lektüre weder wirklich neugierig auf eine Erklärung für sein Verschwinden noch war ich besonders unterhalten von der von Ziebolz gewählten Alternative. Vielleicht kann ich es auf meine völlige Ahnungslosigkeit vorher schieben, vielleicht auf die wenig fesselnde Erzählweise.</p>
<p style="text-align: justify;">Scott McBain &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3426505665/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3426505665">Das Nemesis-Spiel.</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3426505665" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">Vor einiger Zeit habe ich den <a href="http://www.amazon.de/gp/product/342662902X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=342662902X">Mastercode</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=342662902X" alt="" width="1" height="1" border="0" /> von McBain gelesen und weil es darin eben um einen Code und Verschlüsselungen und sowas ging und seine Erzählweise dazu noch wirklich gut war, fand ich das Buch spannend. Ähnliches hatte ich mir vom Nemesis-Spiel versprochen, wurde aber enttäuscht. Zwar fand ich den ersten Teil des Buches wirklich gut, aber je spannender die Geschichte eigentlich werden sollte, desto weniger interessiert war ich daran, gefesselt schon mal gar nicht. Und am meisten störten mich banale Dinge wie die durch den völlig übertriebenen Gebrauch von Komparativen intendiert ansteigende Spannung, die dann in sehr erwartbaren Superlativen ihren Höhepunkt finden sollte. Es ist nämlich natürlich die giftigste Schlange, die den gefährlichsten Mann in der spannendsten Situation überhaupt tötet. Ach nee.</p>
<p style="text-align: justify;">Helene Hegemann &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548283233/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=n0cf-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3548283233">Axolotl Roadkill.</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=n0cf-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3548283233" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p style="text-align: justify;">Als vor bald zwei Jahren die Diskussion um dieses Buch umherging, habe ich viele Kommentare dazu gelesen, aber nie das Buch. Jetzt fiel es mir als Mängelexemplar in die Hände und ich wollte &#8220;mal reingucken&#8221;. Viel mehr habe ich damit auch nicht gemacht. Ich bin &#8211; ehrlich gesagt &#8211; nicht über die ersten 60 Seiten hinausgekommen, weil mich weder die Sprache noch der Inhalt auch nur irgendwie überzeugten. Im Gegenteil: schon nach 3 Seiten war ich genervt von dieser Ausdrucksweise, die man ja vielleicht als beeindruckend für so eine junge Autorin bezeichnen mag, die aber nicht besonders unterhaltsam ist oder zum Nachdenken anspornt. Vielleicht bekommt es irgendwann eine zweite Chance, auf den &#8220;ungelesen&#8221;-Stapel kommt es aber nicht wieder.</p>
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		<title>Wenn Interpretation gar nicht Interpretation ist</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 08:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wurde vor kurzem gefragt, wie man denn bitteschön Peirce und seine Theorie der Logik, Semiotik und des Pragmatismus mit dem Thema Film zusammenbringt. Interpretation sei nun mal Interpretation &#8211; das leidige Thema. Ich versuchte mich in einer Antwort, holte &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=791">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich wurde vor kurzem gefragt, wie man denn bitteschön Peirce und seine Theorie der Logik, Semiotik und des Pragmatismus mit dem Thema Film zusammenbringt. Interpretation sei nun mal Interpretation &#8211; das leidige Thema. Ich versuchte mich in einer Antwort, holte weit aus, fand mich überzeugend, fand allerdings kein Verständnis beim Gegenüber.</p>
<p style="text-align: justify;">Heute lese ich zur Vorbereitung einer Sitzung über die Peircesche Semiotik noch einmal in Sekundärliteratur zu diesem Thema und finde folgendes Zitat:</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;"><em>&#8220;Wenn ich eine Situation betrachte, so sehe ich Gegenstände und Relationen, Hinter- und Abgründe auf eine beziehungsstiftende Weise, die kein Bild festzuhalten weiß. Deshalb sind es erst die Beziehungen zwischen Bildern, die unserem Sehen seine eigene Dynamik noch einmal vorzuspielen scheinen. Film und Fernsehen, Spiegel und Kaleidoskop stehen in dieser irritierenden Wechselwirkung zu der Dynamik unseres alltäglichen Blicks. Denn was ist z.B. ein Film anders als eine Folge von Bildern, die durch ihre Abfolge für einen Betrachter in eine dynamische Beziehung zueinander gebracht worden sind? Die Bedeutung dieser visuellen Medien für die Philosophie des Geistes und für die formale Logik wird auch heute noch häufig übersehen. Doch die Dynamik der Abfolge von bedeutungsvoll verknüpften Bildern gehorcht ebenfalls einer logischen Form geistiger Prozesse.&#8221;</em><br />
(Helmut Pape, Charles Sanders Peirce zur Einführung, 2004, S. 43)</p>
<p style="text-align: justify;">Film ist zwar viel mehr als &#8220;nur&#8221; eine Folge von Bildern, aber der Ansatz, der hier hervorgehoben wird, ist genau der, den ich in meiner <a href="http://extra.neous.de/?page_id=25">Arbeit</a> verfolge, um zu erklären, wie Film verstanden wird und wie wir Bedeutung aus den einzelnen Bildern, Tönen, Musik, Sprache konstruieren &#8211; nämlich indem wir sie in ihrem dynamischen Zusammenspiel in Verbindung zueinander setzen. Diese Verbindungen funktionieren nach grundlegenden logischen Beziehungen wie zum Beispiel dem Ursache-Wirkung-Prinzip oder dem eines Parallelismus. Wenn etwas nicht zueinander passt und wir absolut keine Beziehung zwischen den Teilen herstellen können, stehen diese im Gegensatz/Kontrast zueinander. Auch dies ist eine logische, relationale Form, die eine Bedeutung ermöglicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Bilder im Film sind Zeichen, aber es sind keine arbiträren Zeichen, d.h. sie sind nicht willkürlich mit einer Bedeutung versehen, sondern bekommen erst in der Verbindung mit anderen Zeichen ihre Bedeutung. Alfred Hitchcock erklärt das sehr charmant in dem folgenden Video über den so genannten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kuleshov_Effect">Kuleshov Effekt</a>, der genau diese Eigenschaft von filmischen Zeichen zur Grundlage hat und in filmischer Montage zum Ausdruck kommt, wenn diese Zeichen ihre Bedeutung durch die Verknüpfung mit anderen Zeichen bekommen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hCAE0t6KwJY"><img src="http://img.youtube.com/vi/hCAE0t6KwJY/2.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=hCAE0t6KwJY">Click here</a> to view the video on YouTube.</p>

<p style="text-align: justify;">Die Bedeutung, die wir aus dem Bild Hitchcocks ziehen, interpretieren wir in Verbindung zu dem vorhergegangenen Bild. Natürlich können wir dem Bild an sich auch eine Bedeutung zuweisen oder zumindest behaupten, dass es dieses und jenes zeigt. Aber es geht im Film ja gerade nicht darum, das einzelne Bild hervorzuheben, das vielleicht nur zufällig mit anderen verbunden ist, sondern genau diese Verbundenheit macht aus, was wir als filmisch, Hitchcock als &#8216;cinematics&#8217; bezeichnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Peirce bezeichnet diese Verbindung als &#8216;logische Form&#8217;, weil sie, wie oben schon gesagt, logischen Prinzipien folgt, die wir aufgrund unseres Weltwissens verstehen können. Für ihn ist die logische Form &#8220;die Form der Verbindung [...], durch die objekt- und denkbezogene Bedingungen so zusammenkommen, dass ein wahrheitsfähiges Verstehen gelingt&#8221; (Pape 2004: S. 46).</p>
<p style="text-align: justify;">Und weil diese logischen Prinzipien zumindest grob verallgemeinert werden können, können wir auch grob verallgemeinern, wie wir Film verstehen, ohne dass wir dafür 100 oder mehr verschiedene Zuschauer befragen. Dies ist der so genannte objektive Status, der die logische Eigenschaft zu einem &#8220;Objekt des Denkens von beliebig vielen Personen macht&#8221; (Pape 2004: S. 44). Die Verbindungen zwischen den Bilden Hitchcocks und der Dame mit Kind und der Dame mit Bikini werden, so glauben wir, von den meisten Zuschauern genau so verstanden wie Hitchcock es andeutet. Als Filmemacher setzt er die filmische Montage danach und deswegen ein. Und wir als Filmanalytiker können diese Prinzipien nehmen, um sie textanalytisch anzuwenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Interpretation ist hier nicht die Interpretation, dass Hitchcock Bikinis und die Frauen darin liebt und dass sein Lächeln möglicherweise anzüglich verstanden werden könnte. Es ist eigentlich lediglich die Analyse, dass er lächelt, weil, oder noch einfacher: nachdem er eine Frau im Bikini oder eine Frau mit Kind gesehen hat. Mehr aber nicht. Diese Bedeutung konstruiert der Text, weil er so angeordnet ist. Was der Zuschauer daraus macht, kann man textanalytisch nicht untersuchen.</p>
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		<title>Rabbit Eye: Neuer Call for Paper</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 19:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kollegen von Rabbit Eye haben einen neuen Call for Paper ausgegeben. Die fünfte Ausgabe der Online-Zeitschrift soll sich mit dem Thema &#8220;Film in digitalen Medien&#8221; beschäftigen. Einige Fragen dabei sind: &#8220;Welche Rolle spielt das Medium Film für die Digitalen Medien? &#8230; <a href="http://extra.neous.de/?p=775">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rabbiteye.de"><img class="aligncenter" src="http://www.fb10.uni-bremen.de/film/logo_klein.jpg" alt="" width="199" height="123" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Kollegen von Rabbit Eye haben einen neuen Call for Paper ausgegeben. Die fünfte Ausgabe der Online-Zeitschrift soll sich mit dem Thema &#8220;Film in digitalen Medien&#8221; beschäftigen. Einige Fragen dabei sind:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>&#8220;Welche Rolle spielt das Medium Film für die Digitalen Medien? Wie verändern sich nicht-filmische Medien durch die Integration filmischer Elemente? Inwiefern wirken sich diese Implementationen auf das Medium Film aus? Wie hat sich die Integration filmischer Elemente in Digitalen Medien historisch entwickelt? Wie ist der Bezug dieser Entwicklung zur Geschichte des Mediums Film?&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die Herausgeber hoffen auf Beiträge, die sich mit dem Filmischen in unterschiedlichen Digitalen Medien auseinandersetzen. Dies können Einzelanalysen sowie auch Beschreibungs- oder Theoriemodelle sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Einzelheiten auf den <a href="http://www.rabbiteye.de/">Rabbit Eye-Webseiten</a> oder direkt im <a href="http://extra.neous.de/CFP_RabbitEye.pdf">Call</a>.</p>
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